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Werkstatt · Roman erzählt

Der Setzkasten, den es nicht gibt

Ein schönes Bild für die Wissenssammlung eines Unternehmens, das ich nach einem Tag wieder zurückgenommen habe.

Werkstattgeschichte · 18. September 2026

Vier illustrierte Karten: eine Person erzählt, sammelt Logo, Fotos und Flyer ein, sortiert sie in ein Regal mit Fächern, das Regal füllt sich

Am 16. September war ich mir sicher, das richtige Bild gefunden zu haben. Ein Setzkasten, ein Regal mit Fächern. Jedes Fach ein Stück vom Unternehmen: die Stimme, die Farben, die Menschen, das Logo. Mit jedem Auftrag kommt ein Fach dazu. Die Illustrationen waren schnell fertig, und sie sahen gut aus.

Einen Tag später habe ich es zurückgenommen. Ein Regal ist ein Möbel, in das man Dinge stellt und dann vergisst. Es wird voll, dann ist es fertig. Genau das Gegenteil von dem, was ich zeigen wollte.

Ein Regal wird voll. Dann ist es fertig.

Geblieben ist der Kreis. Ein Safrankreis in der Mitte eines Lageplans, um den herum Platz ist für alles, was noch kommt. Die Mitte bleibt ruhig. Alles darum darf sich bewegen.

Ich zeige den Setzkasten trotzdem. Weil er gut gezeichnet ist, und weil ein verworfenes Bild manchmal mehr erklärt als das gewählte.

Die Mitte bleibt ruhig. Alles darum darf sich bewegen.

Notiz: Eine Website ist nie fertig

Illustration: Roman zieht an einem Stehtisch einen Ring um einen orangefarbenen Kreis auf einem Lageplan
Was geblieben ist: der Kreis in der Mitte.